Aktuelle Gedanken und Zitate zum Thema Führung

Gute Vorsätze zum Jahreswechsel?

Der Jahreswechsel ist ja immer noch bei vielen Menschen die Zeit für neue gute Vorsätze, von denen erfahrungsgemäß bei den meisten schon nach wenigen Wochen, spätestens einigen Monaten, nicht viel übrig bleibt. Folgender Gedanke ist aus meiner Sicht in diesem Zusammenhang nicht zu vernachlässigen:

„Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr tun können und unterschätzen, was sie in 10 Jahren tun können.“ (Jim Rohn)

Noch deutlicher wird dies, wenn wir uns einmal unsere Tagesplanung ansehen. Immer wieder berichten mir Führungskräfte, dass sie den Tag mit einer To-Do-Liste mit 20 Punkten beginnen. Am Ende des Tages haben Sie davon 10 abgearbeitet und 12 neue Punkte sind dazu gekommen. Die Selbstüberschätzung auf kurze Sicht ist für die meisten von uns symptomatisch. Vor lauter kleinen Aufgaben geraten die wirklich wichtigen Themen leicht in den Hintergrund. Alle die Dinge, die in unserem Kopf mit „ich müsste mal endlich…“ beginnen – und zum Teil bereits seit Jahren auf unserer imaginären Liste stehen. Was sind Ihre guten Vorsätze, Ihre wirklich großen Pläne, Themen und Projekte, die es sich lohnt, endlich anzugehen? Gerade weil sie so groß sind, haben sie es verdient, jetzt gestartet zu werden. Und Sie haben ja wahrscheinlich auch schon die Erfahrung gemacht:  Wenn die Aufschieberitis ein Ende hat und der erste Schritt einmal getan ist, verlieren viele vermeintlich kaum zu bewältigende Aufgaben ihren Schrecken. Vielmehr entsteht eine gewisse Eigendynamik, die das Thema fast von alleine trägt. Gerne unterstützte ich Sie auch mit meinem Umsetzungscoaching in der Entwicklung und Umsetzung Ihrer ganz persönlichen Ziele. Verwirklichen Sie Ihre ganz großen Träume jetzt – Stück für Stück.

Dazu finden Sie hier noch einige weitere Tipps: Selbstcoaching für Führungskräfte Selbstverständlich helfe ich auch gerne dabei: Selbstführung für Führungskräfte

Allen Kunden, Freunden und Lesern dieser Website wünsche ich entspannte Feiertage und einen guten Start in ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

Können wir erlerntes Verhalten umlernen? Vom Hecht und der Beute

Ich bin gerade auf eine alte Notiz zum Thema Verhalten umlernen gestoßen, wo ich mir aus einem Buch ein interessantes Experiment notiert hatte. Bei diesem Versuch wurde ein Hecht in einem Aquarium von seiner Beute (kleinere Fische) durch eine Glasscheibe getrennt. Der Hecht versucht dabei eine Zeit lang, die Beute zu fangen, scheitert jedoch immer wieder und gibt irgendwann auf. Wenn dann schließlich die Glasscheibe entfernt wird, zeigt sich ein interessantes und zugleich erschreckendes Verhalten: Der Hecht versucht nicht einmal mehr, an die Beute zu gelangen sondern verhungert, umgeben von ausreichend Nahrung. Hier ist der Link zu einem Video über das Experiment (leider in sehr schlechter Qualität).

Eigenes Verhalten hinterfragen – Erlerntes Verhalten umlernen

Dieses kleine Beispiel gibt durchaus Anlass, das eigene Verhalten zu hinterfragen: Welche erlernten Verhaltensweisen legen wir immer noch regelmäßig an den Tag, obwohl sich die Umwelt, in der dieses Verhalten einst einen Sinn gehabt hat, sich seitdem deutlich verändert hat. Auch und gerade Führungskräfte sollten sich und ihr Verhalten gelegentlich auf den Prüfstein stellen, um zu reflektieren, ob die gewohnten Vorgehensweisen in einer sich dynamisch verändernden Umwelt noch hilfreich sind oder ob sie gegebenenfalls angepasst werden sollten. Einen guten Rahmen hierzu bietet für den Einzelnen ein persönliches Coaching oder auch für eine Gruppe ein entsprechend gestalteter Workshop. Die Entwicklung gerade langjähriger Führungskräfte beginnt immer auch mit dem in Frage stellen von Erfahrungswissen. Denn so hilfreich Erfahrungswissen ist, um in einer relativ statischen Umwelt schnell fundierte Entscheidungen treffen zu können, so hinderlich kann es sein, wenn sich das Umfeld massiv verändert. Dies trifft nicht nur für die sogenannte „erlernte Hilflosigkeit“ zu, für die das Experiment ursprünglich eine Analogie darstellt, sondern gilt in vielen Zusammenhängen.

Natürlich können wir ein erlerntes Verhalten umlernen – es bedarf nur vor allem zunächst eines Impulses, um dieses Verhalten einmal zu hinterfragen. Je deutlicher die Selbsterkenntnis an dieser Stelle ausfällt, desto leichter wird der Weg zum Erlernen eines neuen, der veränderten Situation angepassten Verhaltens.

Anregungen und Gedanken zum Thema Führung und Führungskräfteentwicklung

Auf dieser Seite werde ich in loser Folge meine ganz persönlichen, subjektiven Gedanken zum Thema Führung notieren, Bücher oder andere Quellen empfehlen und Zitate aufschreiben, die ich persönlich gut oder hilfreich finde. Die Auswahl ist dabei gewollt willkürlich, die einzige gemeinsame Klammer über alle Beiträge wird das Thema Führung in all seinen Facetten sein. Führungskräfteentwicklung findet eben nicht nur im Training oder im Coaching statt. Manchmal genügt ein neuer, interessanter Gedanke als Anregung, um im Führungsalltag das eigene Verhalten zu überdenken oder das Verhalten der anderen in einem neuen Licht zu sehen. Dazu möchte ich mit meinem kleinen Blog einen Beitrag leisten. Wenn Sie eigene Anregungen, Zustimmung oder Widerspruch loswerden möchten, freue ich mich über eine Mail von Ihnen oder auch einen Anruf.

Eine Buchempfehlung zum Thema Strategie

Strategy Bites BackWer sich dem Thema Strategie einmal von einer humorvollen Seite nähern möchte, dabei aber auch einige spannende Gedanken und Anregungen für die eigene Strategieentwicklung mitnehmen möchte, dem sei das Buch „Strategy Bites Back“ von Henry Mintzberg, Bruce Ahlstrand und Joe Lampel empfohlen. Hierin sammeln die Herausgeber Beiträge vieler verschiedener Autoren zu dem Thema. In dieser Vielfalt liegt aus meiner Sicht auch die Stärke des Buchs. Sie bekommen ganz verschiedene Sichtweisen zu diesem breiten Thema vermittelt. Gut gefallen hat mir z. B. folgender Vergleich: „Strategies are to organizations what blinkers are to horses: they keep them going in a straight line, but impede the use of peripheral vision.“ Mit diesem Satz wird sehr schön deutlich, dass Strategien auch immer Gefahren bergen, wenn es die falschen sind, wenn sie zu starr angewandt werden oder wenn sie nicht regelmäßig hinterfragt und wenn nötig adaptiert werden.